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Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Druckversion

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Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 22.02.2014

Zitat:Als ich vor rund einem halben Jahrhundert (der Deutschen) Mensa beitrat, war ich fasziniert von dem Gedanken, dass Menschen ihre herausragende Intelligenz gemeinwohlorioentiert einsetzen. [Das war, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, auch einer der Gründe für die Gründung von Mensa.]

Meiner Ansicht nach sind die in Mensa organisierten Menschen ihrer erhöhten Verantwortung bisher nicht gerecht geworden. [Den "Rest" hat es mir gegeben, als ich vor vielen, vielen Jahren auf einem Mensa-Treffen miterleben musste, wie ("angeblich") intelligente Menschen ihre Zeit mit "Bogglen" "totgeschlagen" haben.]

Ich rede hier nicht davon, dass Mensa in irgendeiner Form parteipolitisch tätig wird, sondern davon, dass Mensa-Mitglieder unter Einsatz von kollektiver Intelligenz - partei- und ideologiefrei - dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft nicht weiter in den "Abgrund" geführt wird.

Vertrauens- Kompetenz- und Verantwortungsnetzwerke

Vereinigte Direktkandidaten

Ich kann es zwar kaum glauben, dass sich mit dem neuen Vorstand diesbezüglich etwas bei Mensa ändern wird, freuen würde ich mich aber trotzdem.

Wer Fragen dazu hat, kann mich auch gerne anrufen: 089 1238754

Quelle: Vorstandswahlen 2014 - Kandidaten usw. | Forum


RE: Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 08.05.2014

Zitat:> Ich befürchte, dass Ideologiefreiheit ein nicht erreichbarer Anspruch ist. Wir alle sind ideologisch vorgeprägt, haben aufgrund von Sozialisation, Lebenserfahrung, Interessenslagen, etc. ideologische Ausrichtungen, die zumindest unterschwellig unser Urteil nicht unwesentlich prägen.

Wikipedia: Als wertfreier Begriff ist Ideologie „die allen politischen Bewegungen, Interessengruppen, Parteien, aber auch Konzepten immanente“ Summe der jeweiligen Zielvorstellungen (siehe Politische Ideologie).

"Summe der jeweiligen Zielvorstellungen" ist doch in Ordnung. Oder?

Niemand verlangt von uns, das will alle identische Ziele haben.

Ich gehe davon aus, dass wir beide uns auf mindestens 80 % gemeinsame Ziele einigen könnten.

Zitat:> Das heißt jetzt aber nicht, dass der Istzustand gut wäre - wenn hochbegabte ihre Hochbegabung nur für Brain Jogging nutzen, fehlt auch aus meiner Sicht angesichts der Lage der Welt etwas.

Das sehe ich auch so.

Zitat:> Nur kann Mensa inhaltlich aus dem o.g. Grund keinen Beitrag leisten.

Doch. Mensa könnte ihre Mitglieder "anstiften", gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Zitat:> Doch was könnte Mensa?

Mensa könnte als "Katalysator" für die 140 Mio. Hochbegabten auf der Erde wirken.

Zitat:> Vielleicht mehr Bildungsarbeit,

Ja, aber nicht im Sinne von "Mensa macht eine neue Schule auf und lehrt z.B. Umweltschutz.", sondern im Sinne von "Lasst uns innerhalb von Mensa soziale Intelligenz entdecken und fördern."

Zitat:> damit Hochbegabte - im Rahmen ihrer auch ideologischen Weltsicht - stärker Einfluss auf die Umwelt nehmen können? (Ich wüsste jetzt aber nicht konkret, wie man das Thema Bildungsarbeit, Kompetenzen, etc. am besten anfangen sollte und wo Mensa einen Mehrwehrt gegenüber den schon sehr vielen Bildungsangeboten schaffen könnte).

Spräche z.B. etwas gegen ein Projekt: "Hochbegabte würden Lehrpläne wie folgt ändern: ....." ?

Zitat:> Und im Rahmen von Mensa als Netzwerk gibt es natürlich die Möglichkeit für Gleichgesinnte, sich zusammenzufinden, um gemeinsame auch politische Projekte zu starten.

Genau darum geht es mir.

Zitat:> Wenn auch nicht als Mensa.

So sehe ich das auch.


RE: Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 08.05.2014

Zitat:> Ich hätte hier tausend Beispiele, von dem Umgang mit der Gesundheit (Alkohol/Drogen)

Spräche etwas dagegen, auf MMeeting eine "Gesundheitsgruppe" einzurichten, die einfach erst mal "Material" zusammenträgt, aus dem dann später intelligente politische Forderungen und Ziele entwickelt werden.

vgl:
Gesundheit - Vertrauen, Kompetenz und Verantwortung
Gesundheit - Projekt: Wir setzen uns für eine neue, zukunftsfähige Gesundheitspolitik ein.



RE: Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 08.05.2014

Zitat:> Dagegen spricht sicher nichts-

Prima.
Zitat:> aber wo soll man anfangen ?

Meiner Ansicht nach müsste/muss man bei den "Köpfen" anfangen.

Notwendig/Zweckmäßig wäre es, für jedes der (z.B.) 67 Themen zunächst mal einen ersten "Verantwortlichen", einen Ansprechpartner/Moderator/"Gruppensprecher", aus dem jeweiligen Fachgebiet zu finden.

Dessen Aufgaben - bzw. Aufgaben einer im Laufe der Zeit entstehenden "Verantwortlichen-Gruppe":

1. Sammeln, Ordnen und Bewerten von Informationen zu den jeweiligen Themenbereichen z.B. in einem Forum, einer (Facebook-)Gruppe, bei mmmeeting und/oder auf einer beliebigen Plattform.

2. "Sammeln" von unabhängigen (und inteligenten Wink ) Fachleuten und ggf. interessierten "Laien", die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.

3. Formulierung von konkreten Forderungen und Zielen zum jeweiligen Fachgebiet.

4. Formulierung von konkreten Gesetzesvorschlägen.

Meinen Vorschlag zur Änderung von Art. 2 GG findest Du z.B. hier:

Artikel 2 DV - Freiheit der Person

Zitat:> Drei große Gruppen in den Raum gestellt: a) Herz-Kreislauf-Risiko -bestimmende Faktoren (weil das Todesursache Nr.1 ist) b) Krebsrisiko bestimmende Faktoren. c) lifestyle-Faktoren

Prima.

Magst Du (einer) der (ersten) Ansprechpartner sein?

Als Fachanwalt für Arbeitsrecht und als ehemaliger Lehrbeauftragter für Staats- und Verfassungsrecht würde ich die Bereiche Arbeitsrecht und Verfassungsreferendum übernehmen.

Arbeitsrecht - Projekt: Erfolgreich als Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Betriebsrat

Verfassung / Verfassungsreferendum - Projekt: Wir setzen uns für ein Verfassungsreferendum gemäß Art. 146 GG ein.

Arbeitsrecht

Verfassungsreferendum

Wenn Du magst, können wir diesbezüglich auch gerne mal telefonieren:

0891238754


RE: Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 08.05.2014

Zitat:> Hallo zusammen- die Frage "doch was könnte Mensa ? " mag ich beantworten mit: Mensa könnte seinen jüngeren Mitgliedern eine Hilfestellung geben, vernünftig ins Leben zu geraten. Wir Älteren leben doch auch eine Kultur vor, die es nicht nur zu erhalten, sondern für Jüngere erst überhaupt mal zu sehen und anzuerkennen gilt. Ich hätte hier tausend Beispiele, von dem Umgang mit der Gesundheit (Alkohol/Drogen) bis zum Verhältnis zu Freunden und Arbeitskollegen und der Freizeitgestaltung ( daddeln ). Wir können etwas "Zivilisation" weitergeben. Menschen in Kontakt bringen und ein Niveau aufzeigen, das wir für vernünftig halten. Dazu gehört m.E. zum Beispiel dieUnterhaltung darüber wie man sachlich eine Diskussion führt. In den Bloggs und überall-um-mich-herum schlägt mir oft Feindseligkeit unter den Teilnehmern entgegen und die Art der Kommunikation läßt zu wünschen übrig.

Daran könnte man arbeiten :-)

Einverstanden.

Zitat:> In den Bloggs und überall-um-mich-herum schlägt mir oft Feindseligkeit unter den Teilnehmern entgegen und die Art der Kommunikation läßt zu wünschen übrig.

1. Viel Feind' viel Ehr'.

2. Könnte es sein, dass Deinen Mitdiskutanten in diesen Bloggs einfach die Intelligenz fehlt, Deinen Ausführungen zu folgen? ;-)


RE: Gesellschaftliche und politische Verantwortung von Hochbegabten - Helmut Krause - 08.05.2014

Zitat:> Setzt der Gedanke, dass Mensaner mit geschlossener Front die Welt etwas besser machen können sollten, nicht den Gedanken voraus, dass Mensaner irgendwie schon etwas besser, schlauer, weiser sind als Nicht-Mensaner?

Nein.

Ich unterstelle mal, dass Mensaner eine höhere „Analyse-Fähigkeit“ besitzen, als Nicht-Mensaner.

Analyse (stark vereinfacht und auf den Punkt gebracht):

Meiner Ansicht nach zerfallen die rund 7 Mrd. Menschen, die derzeit auf der Welt leben, in zwei Gruppen. Auf der einen Seite haben wir die Gruppe A der „Herrscher“ (Konzernführer, Bankster, Politiker, Religionsführer, etc. und ihre Claqueure . Auf der anderen Seite haben wir die Gruppe B der „Beherrschten“.

Es ist eine Binsenwahrheit, dass Gruppe A immer reicher und mächtiger wird und die Gruppe B immer ärmer und ohnmächtiger.

Gruppe A verfügt faktisch über „unendliche“ Geldmittel und kann sich deshalb zumindest einen Teil der klügsten Köpfe kaufen. Jedenfalls den Teil mit den geringeren moralischen und ethischen Standards.

Wenn wir, die Gruppe B, die Zivilgesellschaft, den skizzierten Trend stoppen bzw. umkehren wollen, ist es notwendig, dass wir die Hochintelligenten, die (noch) auf unserer Seite stehen, dafür gewinnen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten „auf unserer Seite“ einzusetzen.

Selbstverständlich ist, dass beide Gruppen darauf achten müssen, dass „ihre“ Hochintelligenten nicht gleichzeitig als Spione und/oder Saboteure für den Gegner arbeiten.

Der „Lohn“ für die Arbeit ist im einen Fall Geld und im anderen Fall „Ruhm und Ehre“. Oder wurde Herr Snowden nicht für den Frieden-Nobelpreis vorgeschlagen? [O.k. ich gebe zu, dass seitdem der zweitgrößte Feldherr aller Zeiten auch Friedensnobelpreisträger ist, dieser Preis an Attraktivität verloren hat. ;-)]

Zitat:> Das ist ein kolossaler Irrtum, der immer wieder auftaucht.

Auszug aus einem Buch, das mir mein Vater vor vielen Jahrzehnten mal geschenkt hat (sinngemäß):

Unterstelle dem Gegner / Mitdiskutanten etwas, was er nie gesagt hat und dann widerlege ihn nach allen Regeln der Kunst.

Zitat:> Mensaner sind lediglich mit überdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten ausgestattet. Die Charaktere sind genauso gestreut, wie in der Restbevölkerung. Intelligenz bringt nicht zwangläufig auch einen guten Menschen mit sich. Auch intelligente Menschen handeln zuweilen ausgesprochen dämlich, unsozial und böse nur auf einem anderen Niveau.

Das ist doch alles („mega“-)unstreitig!!!

Zitat:> Wenn Du die Welt retten willst

>> Der „ironische Unterton“ gefällt mir nicht! <<

Niemand will „die Welt retten“.

Mein Anliegen ist lediglich, darauf hinzuweisen, dass es einen krassen Widerspruch gibt zwischen den ursprünglichen Zielen von Mensa, ihrem Anspruch und dem erbärmlichen Ergebnis.

Wenn nur jeder 100ste Mensaner bereit wäre, sich politisch und gesellschaftlich – natürlich auf der „richtigen“ Seite ;-) – zu engagieren, – sprich seiner meiner Ansicht nach erhöhten Verantwortung gerecht zu werden – würde die Welt anders aussehen!

Kollektive Intelligenz - Intelligente Netze - Peter Kruse