Vorstellung Markus
Mein Name ist Markus Kenn, ich wurde am 21. September 1963 in Koblenz geboren. Ich bin staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent und Hotelfachmann (IHK), war in verschiedenen Berufen tätig, so als Zeitsoldat im Stabsdienst und im EDV-Betriebsdienst bei der Bundeswehr, als Lagerist bei der US-Army, als Wachmann und Briefzusteller sowie als selbstständiger Markthändler.
Bedauerlicherweise bin ich Hartz-IV-Empfänger und war daher auch in einigen Ein-Euro-Jobs angestellt: In einem so genannten Dienstleistungszentrum holte ich mit Kollegen gespendete Möbel ab, baute sie im Lager auf, half dort beim Verkauf und baute sie ggf. bei einigen Kunden auf. In dieser Maßnahme entrümpelte ich auch Wohnungen, half bei Umzügen und war auch im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. In einer weiteren Maßnahme war ich Hilfshausmeister in einem Schulzentrum (Gymnasium sowie eine benachbarte Realschule).
Meine letzte Maßnahme war in einem Kinder-Second-Hand-Laden, die von der Caritas betrieben wird: Dort nahm ich Sachspenden an, sortierte sie nach Brauchbarkeit, entsorgte Unbrauchbares, reinigte Spielzeug, war in der Wäschepflege, zeichnete aus und verkaufte Kinderbekleidung, Spielzeug, Kinderbücher, Filme für Kinder und Umstandsmoden sowie Kinderwagen und Bugys.
Trotz aller Vorurteile gegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer solcher Maßnahmen handelt es sich hier um Arbeiten, die mit jedem Vollzeitjob der entsprechenden Bereiche mithalten können. Ich habe gesehen, dass hierdurch reguläre, also sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen vernichtet oder zumindest verhindert werden. Warum auch einen regulären Arbeitsplatz halten oder beschaffen, wenn man quasi Menschen für den Bezug ihrer Existenzsicherung arbeiten lassen kann? Dass man damit die Sozialsysteme überstrapaziert, den Wettbewerb verzerrt und Menschen, die in Arbeitslosigkeit sind, ausbeutet, wird zwar bestritten, ist faktisch aber so.
Ich bin im Querdenkerforum eingetreten, damit ich Einiges vorbringen und vielleicht auch ein wenig das Bewusstsein verändern kann. Auch als so genannter Langzeitarbeitsloser weiß man, dass man Verantwortung für sich selbst, für Andere und für die Gesellschaft hat. Ich möchte mich - so gut ich kann - einbringen.
Zu meinen Überzeugungen: Ich bin wiedergeborener Christ und deshalb davon überzeugt, dass jeder Mensch vom Zeitpunkt seiner Zeugung bis zu seinem natürlichen Tod das Recht auf Leben hat. Ich habe die Überzeugung, dass jeder die Unterstützung bekommen soll, die er braucht, dass jede Hilfe nach Möglichkeit Hilfe zur Selbsthilfe zu sein hat. Für mich ist die Würde des Menschen unantastbar. Ich bin für eine freie, solidarische Gesellschaft und dafür, dass Kinder unabhängig ihres sozialen Status und / oder ihrer Herkunft das Recht haben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und gemäß ihren Eignungen und Neigungen gefördert zu werden, denn Hochbegabung findet man nicht nur bei den Reichen.
Ich habe das Buch von Thilo Sarrazin gelesen und lehne es zu 99 % ab, weil hier Vorurteile gegen Langzeitarbeitslose gepflegt und geschürt werden und Tafeln - eine wichtige Einrichtung - madig gemacht werden. Ich finde nicht, dass Hartz-IV-Empfänger in Maßnahmen gesteckt werden sollten, damit sie ihre Sozialhilfe verdienen, sondern dass man ihnen Arbeitsplätze anbieten soll, von denen sie selbst leben können: Alles Andere ist sowohl ökonomischer Unsinn als auch menschenunwürdig.
Kurz und gut: Wer weitere Fragen an mich hat, kann sie gerne stellen.
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