RE: Gibt es einen Zustand, in dem einem alles auf einmal aufgeht?
Gibt es einen Zustand, in dem einem alles auf einmal aufgeht?
Eindeutig: Ja!
Zwar wäre das nicht ganz eine Lösung „aller“ Probleme, doch immerhin die Befreiung der Menschen von ihren schlimmsten und einzigen Feinden, nämlich von der Feindschaft ihrer eigenen biologischen Artgenossen. Das wäre mit Abstand der allergrößte Fortschritt seit es Menschen gibt.
Also Unfälle, Krankheiten und überhaupt Probleme, die wir praktisch täglich immer wieder lösen müssen, wird es immer geben; und diese Probleme sind natürliche Herausforderungen, die wir auch brauchen, um Selbstbestätigung und andere Befriedigungen zu finden, die unbedingt mit zu einem geglückten Leben gehören.
Was uns heute aber das Leben verdirbt und was schließlich die psychische Revolution der Menschheitsgeschichte überlebensnotwendig macht, das sind die fortgesetzten Angriffe der Menschen gegeneinander, die wir uns beim heutigen Stand der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung nicht länger erlauben können, weil ihre weitere Fortsetzung uns geradewegs in den Untergang unserer biologischen Art führen müsste.
Der Teufelskreis der gegenseitigen Bekämpfung der Menschen, dessen weltweiter totaler Zusammenbruch jetzt schon sofort gezielt ausgelöst werden könnte, reproduziert sich durch systematische psychische Deformationen der Menschen, die schon in ihrem frühen Kindesalter durch die Angriffe anderer Menschen verursacht werden. Es sind im wesentlichen neurotische Störungen, also Störungen der Beziehungen der Menschen zu ihren eigenen Bedürfnissen und Gefühlen, die wir als die Krankheit diagnostizieren müssten, die unsere biologische Art bis jetzt in den Tod treibt.
Eine zutreffende Vorstellung von den Bedürfnissen, also von den Antrieben und möglichen erstrebenswerten Zielen jedes Menschen kann massenhaft und letztlich bei jedem einzelnen Menschen auf der Erde sehr schnell zu der Erkenntnis führen, dass es vollkommen nutzlos ist, andere zu bedrohen und ihr Lebensglück zu beeinträchtigen. Diese Erkenntnis würde zu einer neuen Selbstorganisation des Zusammenlebens führen. - Zum Beispiel zu einer kooperativen Marktwirtschaft, in der die Menschen zielbewusst gemeinsam vorgehen und nur noch ihre Produkte einer „natürlichen Auslese“ auf Märkten aussetzen. Alle würden dann genau wissen, warum sie an sozialer Gerechtigkeit interessiert sind, und alle würden dann auch dementsprechend mit allen anderen Leuten umgehen.
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