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22. Oktober 2009 > Puchheim > Kurzvortrag: Vorbereitung der Revolution in Deutschland
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Helmut Krause Offline
Querdenker
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Beiträge: 7.640
Registriert seit: Sep 2007
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Beitrag: #2
Kurzvortrag: Vorbereitung der Revolution in Deutschland
Programm

 Vorstellung der Anwesenden
 Die wichtigsten Arbeitsmittel des Revolutionärs
 Die sorgfältige Analyse der Ausgangslage
 Das Formulieren von kristallklaren Zielen
 Das Ausarbeiten von durchführungsreifen Projektplänen

Helmut Krause

 Rechtsanwalt & Fachanwalt für Arbeitsrecht
 Moderator des Querdenkerforums
 1983 Lehrbeauftragter für Staats- und Verfassungsrecht an der Bayerischen Beamtenfachhochschule
 1968-1971 persönlicher Assistent von Dr. Gustav Großmann

Die wichtigsten Arbeitsmittel des Revolutionärs

 Was sind die wichtigsten Arbeitsmittel eines erfolgreichen Revolutionärs?

 Messer?
 Mistgabeln?
 Molotow-Cocktails?
 Maschinengewehre?

Die wichtigsten Arbeitsmittel des Revolutionärs sind:

 Papier
 Bleistift
 Tastatur
 Telefon

Revolution

 Totaländerung der staatlichen Ordnung
 Einführung eines neuen politischen Systems
 personaler Wechsel der Inhaber der Staatsgewalt
 außerhalb der vorgesehenen Rechtsformen des alten Systems, d.h. nach dessen Definition illegal
 beruht auf politischen und militärischen Kräfteverhältnissen
 Revolutionen können von zahlenmäßig kleinen Gruppen ausgehen
 Das Gelingen der Revolution hängt von der Zustimmung der Bevölkerung ab
 Die Zustimmung kann durch Volksabstimmungen, Volksentscheide, durch die Entscheidung von parlamentarischen Institutionen (Nationalversammlung), Massendemonstrationen, Massenstreiks, aber auch durch das Ausbleiben politischen Widerstands gegen die Revolutionäre erfolgen. [Quelle: Wikipedia]

Wann / Warum gibt es Revolutionen?

 Die Menschen sind mit der bestehenden staatlichen Ordnung unzufrieden.
 Sie wünschen sich ein neues politisches System.
 Sie streben einen personalen Wechsel des Inhabers der Staatsgewalt an.
 Die Rechtsformen des alten Systems stehen diesen Wünschen entgegen.
 Die Außerparlamentarische Opposition hat die Kraft für eine Revolution.
 Die Revolution wird von der Zustimmung der Bevölkerung getragen.

Die sorgfältige Analyse der Ausgangslage

 Was stört uns?
 (Warum) sind wir mit der bestehenden staatlichen Ordnung unzufrieden?
 (Warum) sind die vorhandenen Institutionen nicht in der Lage, die Mängel zu beseitigen?

(Warum) sind wir mit der bestehenden staatlichen Ordnung unzufrieden?

 Bildungssystem
 Gesundheitssystem
 Wahlverfahren
 Gewaltenteilung
 Korruption
 Finanzverfassung
 Wahlbetrug

(Warum) sind die vorhandenen Institutionen nicht in der Lage, die Mängel zu beseitigen?

 Wer vertritt/hat/verfolgt welche Interessen?
 Welche Interessenkonflikte bestehen?
 Wie kommen in Deutschland politische Entscheidungen zustande?
 Welcher Personenkreis sitzt im Deutschen Bundestag?
 Warum steht das in Artikel 146 GG vorgesehne Verfassungsreferendum immer noch aus?

Die „ideale“ Bundesrepublik

 10 % Steuerlast
 0 % Kriminalität
 keine Staatsverschuldung
 alle sind zufrieden
 keine Energiesorgen
 keine finanziellen Sorgen durch staatlich garantiertes bedingungsloses Grundeinkommen
 80 % Abiturientenquote
 kostenloses Gesundheitswesen …

Übung 1

Sie befinden sich auf einer „All-Inclusive-Reise“.

Der einzige „Nachteil“ dieser Reise ist, dass Sie abends angeben müssen, was Sie am nächsten Tag zum Frühstück haben möchten. Sie können aus einer Gruppe von 10 Produkten wählen, was sie wollen. Einzige Bedingung ist, Sie müssen das, was Sie bestellt haben auch aufessen.

Übung 2

Ihnen begegnet eine „Fee“, hilfsweise ein Vertreter des „Bevölkerungsplanungsministerums“.
Schreiben Sie auf, wie alt sie werden möchten.

Anders als beim „Frühstücksexperiment“ ist es möglich, „bestellte“ Jahre „zurückzugeben“.
Eine nachträgliche Verlängerung der angemeldeten Lebenszeit ist jedoch nicht möglich.

Das Problem der „Unendlichkeit“

 ICE
 Unsterblichkeit
 Zinseszinseffekt
 Wirtschaftsfreiheit
 Wirtschaftswachstum

„Gegenargument“: „Stell Dich nicht so an.“

Optimierung statt Maximierung

Thesen:

 Jede konsequent durchgeführte Maximierung muss zwangsläufig zum Systemkollaps führen.

 Nur bei einer Optimierung kann das System langfristig erhalten bleiben.

Übung 3

 Schreiben Sie auf, was Sie alles in Ihrem Leben optimieren könn(t)en.

 Schreiben Sie auf, was wir in der Bundesrepublik Deutschland optimieren könn(t)en.

Was ist eine Vision?

 Abstrakte Idee, ohne zeitlichen oder anderen Bezug zur Realität.
 Ein Begriff, der abgeleitet vom griechischen Ursprungswort 'eidos' für 'Bild' eine bildhafte Vorstellung meint. [Quelle: Wikipedia]
 Eine Vision ist z.B.:
Alle oder fast alle Menschen auf der Erde sind (satt und) zufrieden.

Hat Helmut Schmidt Recht?

 "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." - Über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf 1980, zitiert im Spiegel 44/2002, S.26

 Ja, Helmut Schmidt hat Recht, wenn das Programm einer Partei ausschließlich aus „Visionen“ – d.h. aus abstrakten Ideen ohne zeitlichen oder anderen Bezug zur Realität – besteht.

Beispiele für Visionen

 Das im Deutschen Volk vorhandene Fachwissen wird optimal in den politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsfindungsprozess eingebracht.
 Deutschland verfügt über eine neue und funktionierende Gewaltenteilung.
 Unsere Politiker vertreten unsere und nicht vorrangig ihre eigenen Interessen.
 Wir können uns auf unsere Politiker verlassen.

Was sind Voraussetzungen?

Voraussetzungen für die Vision:
(Fast) Alle Menschen auf der Welt sind zufrieden:

 Saubere Luft
 Ausreichend genießbares Trinkwasser
 Ausreichend gesunde Nahrung
 Frieden
 Gerechtigkeit

Was ist ein Ziel?

 Ein in der Zukunft liegender, gegenüber dem Gegenwärtigen im Allgemeinen veränderter, erstrebenswerter und angestrebter Zustand (Zielvorgabe).
 Ein definierter und angestrebter Endpunkt eines Prozesses, meist einer menschlichen Handlung.
 Mit dem Ziel ist häufig der Erfolg eines Projekts bzw. einer mehr oder weniger aufwendigen Arbeit markiert. [Quelle: Wikipedia]

Gustav Großmann

„Das, was man sich fest genug wünscht, erreicht man auch. Wen man etwas nicht erreicht hat, hat man es sich nicht fest genug gewünscht.“

Beispiele für Ziele

 Wir sorgen dafür, dass das im Deutschen Volk vorhandene Fachwissen optimal in den politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsfindungsprozess eingebracht wird. Wie?
 Wir lassen uns im nächsten Wahlkampf die Einlösung aller abgegebenen Wahlversprechen durch Vertragsstrafen garantieren. Wie?
 Wir stimmen gemäß Artikel 146 GG über eine neue Verfassung ab, die uns eine funktionierende neue Gewaltenteilung garantiert. Wie?

Einbringung des im Deutschen Volk vorhandene Fachwissen in den politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsfindungsprozess

 Wir organisieren Netzwerke. Wie?
 Wir stellen Kompetenznetzwerke zusammen. Wie?
 Wir setzen uns für eine strategische Vernetzung
der unabhängigen Direktkandidaten ein. Wie?
 Wir setzen uns für eine strategische Vernetzung / Fusion der vielen „Kleinparteien“ ein. Wie?
 Wir werben für das „100-Stimmen-Wahlrecht“. Wie?

Vertragsstrafen

Wir lassen uns im nächsten Wahlkampf die Einlösung aller abgegebenen Wahlversprechen durch Vertragsstrafen garantieren. Wie?

 Geldstrafen
 Ehrenstrafen

Verfassungsreferendum

 Wir stimmen gemäß Artikel 146 GG über eine neue Verfassung ab, die uns eine funktionierende neue Gewaltenteilung garantiert. Wie?
 Wir arbeiten einen Verfassungsentwurf aus. Wie?
 Wir gewinnen diejenigen, die sich heute schon intensiv wissenschaftlich und publizistisch mit der Problematik der fehlenden funktionierenden Gewaltenteilung in Deutschland befasst haben, als Partner. Wie?

Gustav Großmann

„Wenn die fünf Richtigen zusammenkommen, addieren sich deren Fähigkeiten nicht.
Sie multiplizieren sich.“


=> Kurzvortrag: Vorbereitung der demokratischen Revolution in Deutschland > Text mit Links

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23.10.2009 20:17
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Kurzvortrag: Vorbereitung der Revolution in Deutschland - Helmut Krause - 23.10.2009 20:17



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