Helmut Krause
Querdenker
   
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Parteienverdrossenheit
Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Demokratie-Verdrossenheit. Bisher trat es verschleiert unter den Namen „Politikverdrossenheit" und „Staatsverdrossenheit" auf. Das sind Verschleierungen, weil es um eine bestimmte Art von Politik und von Staat geht, die so pauschal benannt eher unbenannt und unerkannt bleiben.
„Parteienverdrossenheit" kommt der Sache schon bedeutend näher. Nur wird dieses Wort von Parteileuten, die gern gegen „Politik-" und „Staatsverdrossenheit" polemisieren, nicht in den Mund genommen. Es kommt der bitteren Wahrheit zu gefährlich nahe.
„Demokratie" war eines der größten Schlagwörter des 20. Jahrhunderts. Rückblickend könnte es einmal als das größte und zentrale des vergangenen Jahrhunderts überhaupt gelten, wie „Fortschritt" für das 19. und „Aufklärung" für das 18. Was allein dagegen spricht, ist dies Eine: Dass dieses Schlagwort ein bisher unerfülltes Versprechen geblieben ist, dass wir auch in den demokratischen Ländern allenfalls in einer Halbdemokratie leben. Genauer werden wir allerdings von einer Vierteldemokratie sprechen müssen. So genau kann sich leider das allgemeine Unbehagen nicht artikulieren.
Johannes Heinrichs: Demokratiemanifest für die schweigende Mehrheit - Die "Revolution der Demokratie" in Kürze, Seite 7
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| 04.12.2007 22:45 |
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